Lungenembolie

Eine Lungenembolie wird durch das Verschleppen von Thromben aus den tiefen Bein- und Beckenvenen verursacht. Der Thrombus gelangt in die Vena Cava inferior, ins rechte Herz und verschließt schließlich Gefäße in den Lungen. Begünstigende Faktoren für die Thrombusentstehung sind die sog. Virchow-Trias, denen eine Veränderung der Blutzusammensetzung, Gefäßwandschäden und eine Veränderung des Blutflusses zugrunde liegen.

Je nach Größe des Gefäßverschlusses kann es zu keinen bis nur geringen bis stark ausgeprägten Symptomen kommen. Klassischerweise kommt es zu den Symptomen des Sauerstoffmangels, wie v.a. Dyspnoe, evtl. Zyanose etc. Im Vollbild hört man brodelnde Rasselgeräusche, man sieht ein schaumig-rötliches Sputum als Folge des Lungenödems. Dieses entsteht, weil das Blut über den Lungenkreislauf nicht mehr weiterfließen kann, es staut in der A. pulmonalis zurück ins rechte Herz. So kommt es auch zu den Zeichen einer akuten Rechtsherzinsuffizienz, wie gestaute Hals- und Zungengrundvenen. Hinter der Stenose werden die Zellen nicht mehr versorgt, so dass Thoraxschmerzen die Folge sind. Im schlechtesten Falle verstirbt der Patient an Kreislaufversagen und an dem Lungenödem.

Anmerkung! Was ist der Unterschied zwischen einer Lungenembolie und einem Lungenödem? Das Lungenödem ist ein Symptom der Lungenembolie. Durch den Rückstau des Blutes, versucht durch den festhängenden Thrombus in den Pulmonalarterien, gelangt Wasser aufgrund des hohen pulmonalen Druckes aus den Gefäßen in die sonst luftgefüllten Räume der Alveolen/Bronchioli. Das Lungenödem wird wiederrum zumeist von einer Linksherzinsuffizienz verursacht. Hier kann das Blut schlechter ins linke Herz einfließen, durch den hohen Druck gelangt ebenfalls Wasser in die sonst luftgefüllten Räume. Das klassische Lungenödem hat keine Thoraxschmerzen und keine Zeichen der akuten Rechtsherzinsuffizienz.