Eisenmangelanämie

Einfach erklärt und gut merkbar!

Hauptursache der Eisenmangelanämie sind chronische Blutverluste. Daneben werden Schwangerschaft, Stillzeit und Wachstum, mangelnde Zufuhr, vegetarische Ernährung, Malresorption oder die fehlende Umwandung von Fe3+ in Fe2+ durch die Salzsäure des Magens verantwortlich gemacht. Da im Körper nur weniger Eisen vorhanden ist, werden von den pluripotenten Stammzellen auch weniger Erys gebaut und somit wird weniger Sauerstoff transportiert. So kommt es zu den klassischen Symptomen des Sauerstoffmangels: Leistungsminderung, Müdigkeit, Dyspnoe, Tachykardie, Schwindel Kopfschmerzen, Ohrensausen; Immer wenn eine Anämie vorliegt, dann zeigt sich ebenfalls der Inspektionsbefund der blassen Schleimhäute und Konjunktiven.

Da die noch vorhandenen Erythrozyten ihren Sauerstoff an die ersten Zellen innerhalb des Körpers bereits abgegeben haben, leiden oberflächliche und Hohlräume auskleidende Zellen, wie Haut und Schleimhäute am Sauerstoffmangel. Haut und Hautanhangsgebilde degenerierten in Form einer trockenen, juckenden Haut, die Nägel sind brüchig und rissig, ebenfalls die Haare, die auch mit Haarausfall reagieren können. Schleimhäute atrophieren ebenfalls in Form von Mundwinkelrhagaden, Glossitis und Dysphagie (diese 3 Symptome werden als Plummer Vinson Trias bezeichnet). Aber auch eine chronisch-atrophische Gastritis sowie Obstipation können die Folgen sein.

Interessanterweise beobachtet man bei einer Eisenmangelanämie auch unspezifische psychische Symptome, wie leichte Erregbarkeit oder abnorme Essgelüste, z. B. auf Kalk und Erde.

Im Labor sind die Erythrozyten erniedrigt, der Hb, HKT ebenfalls und ganz klassisch der MCH und MCV. Es handelt sich um eine hypochrome und mikrozytäre Anämie.

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