Ösophagus­­karzinom

Einfach erklärt und gut merkbar!

Beim Ösophaguskarzinom handelt es sich um eine maligne Entartung der Ösophagusschleimhaut, die zu einer bösartigen Tumorerkrankung der Speiseröhre führen kann.

Dies passiert in der Regel unbemerkt, denn es sind keine Frühsymptome vorhanden.

Als begünstigende Faktoren gelten Nikotin- und Alkoholabusus (exogen Noxen), zu heiße Getränke, Stenose, besonders durch Narbenbildung, rezidivierende Ösophagititden, genetische Faktoren und das Barrett-Syndrom.

Als Leitsymptom gilt hier die Dysphagie (merke auch an dieser Stelle: bei jeder Dysphagie im Alter > 40 Jahre ist immer ein Ösophaguskarzinom auszuschliessen), welche von einer Regurgitation (Rückfluss unverdauter Nahrung in den Mund) begleitet wird. Diese beiden Symptome werden durch die karzinomatöse Stenose verursacht.

Im weiteren Verlauf stellen sich retrosternale Thoraxschmerzen, die auch in den Rücken ausstrahlen können, ein. Tumorzeichen (Nachtschweiß, Gewichtsverlust, Leistungsminderung und subfebrile Temperaturen) können auftreten. Infiltriert das Karzinom tiefere Wandschichten, z.B. die Submukosa, so kommt es zu Blutungen, die in den Magen tropfen. Verbindet sich das Blut mit der Salzsäure des Magens, so entsteht eine chemische Reaktion, die das Erbrochene schwarz und kaffeesatzartig aussehen läßt. Auch die Stuhlfarbe ist schwarz, wobei man den Stuhl als Teerstuhl bezeichnet.

Oft sind zum Diagnosezeitpunkt schon Metastasen vorhanden. Die 5 Jahres Überlebensrate beträgt unter 10%.

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